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Bad Honnef verbaut 2,4 Millionen Euro
Von Uta Effern-Salhoub
Ferien, Sommer, Sonnenschein und Erholung dürfen in diesen Wochen die meisten Menschen in der Region genießen. Nicht so Handwerker, Architekten und Verwaltungsmitarbeiter, die sich zurzeit intensiv mit der Umsetzung von "K II" in Bad Honnef beschäftigen und pünktlich zum Ferienende am 27. August zumindest mit den Schulprojekten fertig sein müssen.
K II ist das Konjunkturpaket II des Bundes. Bad Honnef hatte daraus 2,4 Millionen Euro erhalten. Der Technische Beigeordnete Bernd-Josef Vedders stellte bei einer Stadtrundfahrt die wichtigsten K-II-Projekte vor.
- Sportplatz Aegidienberg: Der dickste Brocken im K-II-Paket, insgesamt rund 650 000 Euro teuer inklusive Eigenleistungen der Sportfreunde Aegidienberg (SFA) und Spenden, ist der neue Kunstrasenplatz in Rottbitze, für den der erste Spatenstich Ende April dieses Jahres erfolgte.
Nun steht der Vollendung nicht mehr viel im Wege: "Kann sich sehen lassen", sagte anerkennend Honnefs Erste Beigeordnete Monika Oestreich. Die SFA werden wohl stattliche 225 000 Euro zu der neuen Trainingsstätte beisteuern. Aus dem einstigen Ascheplatz ist leuchtendes Grün geworden: Kunstrasen der neuesten Generation. Für die Leichtathleten sind drei Hundertmeterbahnen, zwei Bahnen rund um den Platz, eine Weitsprunggrube und eine Kugelstoßanlage entstanden.
Der rote Belag der Laufbahn fehlt noch, zudem ist das Umfeld noch nicht gepflastert. Das werde aber in Kürze in Regie der SFA geschehen, kündigte deren Vorsitzender Claus Elbert an. Und dafür fallen 25 000 Euro an. Auch den Ballfangzaun haben die SFA bezahlt. Der Verein bittet daher die Bürger, in ihrer Spendenfreudigkeit nicht nachzulassen: Nach wie vor vergibt der Verein gerne Patenschaften in Form von "Bausteinen" für das Gesamtprojekt. Die Platzeinweihung planen Verein und Stadt für den 10. und 11. September, kündigten Vedders und Elbert an. Die Abnahme des Platzes soll in diesen Tagen erfolgen.
- Theodor-Weinz-Grundschule: Das Brauchwasser für die Duschen in Schwimmhalle und Sporthalle der Schule wird dank K II künftig von einer Solaranlage erwärmt. Kostenpunkt: etwa 26 000 Euro. Die neue Anlage erzeugt auf 15 Quadratmeter Dachfläche pro Jahr thermische Energie, für deren Erzeugung sonst rund 12 000 Kilowattstunden Strom benötigt würden. Zudem wird der Umwelt durch die neue Anlage ein CO2-Ausstoß von rund 2,3 Tonnen erspart.
Überdies wird das Flachdach der Schwimmhalle saniert, die bisherige bituminöse Dachabdeckung des Bades wird durch ein Foliendach ersetzt: Rund 90 000 aus K II machen's möglich. Die alte Attika (Abschluss der Fassade) der Schwimmhalle aus Kunstschiefer hatte sich zudem als marode erwiesen.
Nun ist ringsum eine schicke neue Zinkblechverkleidung angebracht, die umlaufende Regenrinne nach außen gelegt worden. Die Theodor-Weinz-Schule ist mit der Solaranlage nun energetisches Vorzeigeobjekt der Stadt: Seit 2006 ruht auf ihrem Dach bereits eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung.
Und Anfang 2010 waren in der Schule zwei Blockheizkraftwerke installiert worden, die Strom für den Eigenbedarf erzeugen und Abwärme ins Energienetz der Schule speisen, erklärte Peter Holzhauser vom technischen Gebäudemanagement der Stadt. Dies geschah natürlich unabhängig vom Konjunkturpaket II.
- Grundschule St. Martinus Selhof: "Hier mussten wir dringend etwas tun", sagte Walter Irmgartz vom Technischen Gebäudemanagement. Für rund 160 000 Euro aus K II wird die Grundschule in Teilbereichen einer Dachsanierung und Fassadendämmung unterzogen. Von fünf auf 20 Zentimeter: Eine solch dicke Polystyrol-Schicht sorgt künftig dafür, dass die Aula und gut die Hälfte der Räume der ersten Klassen bestens isoliert sind.
Die Aula erhält zudem zwei Lichtkuppeln, "das war eine Brandschutzauflage, die wir jetzt in einem Aufwasch mit der Dachsanierung erledigen", erläuterte Technischer Beigeordneter Bernd-Josef Vedders.
- Grundschule Am Reichenberg: "Schon um 8 Uhr morgens herrschten in den Klassenräumen im Westtrakt 30 Grad", so Jochen Groteclaes vom Technischen Gebäudemanagement zur energetischen Teilsanierung an dieser Grundschule, für die insgesamt 430 000 Euro aus dem K-II-Topf eingesetzt werden.
Spezielle Platten isolieren künftig die bis dato fast ungedämmte Betonfassade. Kunststofffenster mit Aluverblendung ersetzen die einfachen Schiebefenster. Zudem werden marode Dachflächen erneuert. Auch hier ist die Bauzeit exakt bemessen: sechs Wochen. Wenn Ende des Monats die Grundschüler zurückkehren, soll alles fertig sein.
- Rathaus und K-II-Bilanz: Verschiedene Honnefer Architekten sind mit den K-II-Projekten betraut worden. Die Maßnahmen wurden beschränkt ausgeschrieben, das heißt, die Verwaltung forderte nur ihr bekannte Unternehmen auf, jeweils Angebote zu unterbreiten. Denn schließlich ziele das Konjunkturpaket ja auch auf eine Stärkung der heimischen Wirtschaft ab, so Vedders. Bisher wurden rund 771 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II abgerufen.
600 000 Euro waren für Ersatzschulen zurückgestellt worden. Reserviert und vorgemerkt sind noch rund 754 000 Euro. Davon werden rund 400 000 Euro am Honnefer Rathaus verbaut: Anfang Oktober sollen die Maßnahmen zur Wärmedämmung im Dachgeschoss und zweiten Obergeschoss beginnen.
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Quelle: www.ga-bonn.de vom 10.08.2010
Last changed: 10.08.2010 at 05:27
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