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Ein­wei­hung am 1. De­zem­ber

Sport­hal­len­bau in Ae­gi­dien­berg vor der Fer­tigs­tel­lung. Vor­lauf zum Pro­jekt star­te­te schon 1996

Von Clau­dia Sül­zen

Ae­gi­dien­berg. Es ist ein Ter­min, den vie­le Sport­ler her­bei­seh­nen. Und an den vie­le nicht mehr ge­glaubt hat­ten: Am Frei­tag, 1. De­zem­ber, fin­det die of­fi­ziel­le Ein­wei­hung der neu­en Sport­hal­le in Ae­gi­dien­berg statt. Die Fer­tigs­tel­lung des Neu­baus ne­ben der Theo­dor-Weinz-Grund­schu­le ist so­mit ei­ne Punkt­lan­dung. Denn wür­de der Neu­bau nicht bis En­de 2017 schlüs­sel­fer­tig über­ge­ben, gin­ge die An­schub-Spen­de von Jo­seph Bel­ling­hau­sen nicht an die Stadt, son­dern an den Deut­schen Turn­er­bund.

Es ist Bel­ling­hau­sen nicht mehr ver­gönnt, die Fer­tigs­tel­lung „sei­ner“ Hal­le zu er­le­ben. Der Mä­zen, der mit der Zu­wen­dung von 500 000 Eu­ro die Ini­ti­al­zün­dung für das Pro­jekt gab, starb im Fe­bru­ar 2016 im Al­ter von 94 Jah­ren. Sein Ver­mächt­nis ist es, dass – ganz in sei­nem Sinn – vor al­lem für Kin­der und Ju­gend­li­che ei­ne mo­der­ne Sport­stät­te ent­stan­den ist. Die Hal­le, so be­schloss der Stadt­rat 2015 noch zu Bel­ling­haus­ens Leb­zei­ten, wird denn auch „Jo­seph-Bel­ling­hau­sen-Hal­le“ hei­ßen. Das Pro­jekt hat­te zu die­sem Zeit­punkt al­ler­dings schon ei­nen Vor­lauf von fast 20 Jah­ren hin­ter sich. Denn be­reits 1996 fass­te der Stadt­rat ei­nen er­sten Be­schluss für ei­nen Sport­hal­len­bau; um­ge­setzt wur­de die­ser nie. Fri­schen Wind in die Se­gel be­kam das Wunsch­pro­jekt 2008: Bel­ling­hau­sen spen­de­te die ge­nann­ten 500 000 Eu­ro für den Bau ei­ner Turn­hal­le und leg­te fest, dass sie in Ae­gi­dien­berg ent­ste­hen soll.

Zwei Eck­punk­te präg­ten for­tan die Dis­kuss­ion. Da war zum ei­nen der Wunsch, ei­ne wett­kampf­fä­hi­ge Hal­le zu bau­en, sprich: ei­ne Zwei­feld­hal­le. Zu­gleich galt: Der Zu­wen­dungs­ver­trag leg­te zwar die Sport­hal­len­norm fest, nicht aber de­zi­diert die Hal­len­grö­ße. Ei­ne Zwei­fach­hal­le, so war klar, wür­de ei­ni­ges teu­rer sein – und der Ei­gen­an­teil wä­re für ei­ne Kom­mu­ne in der Haus­halts­si­che­rung nur schwer oder gar nicht zu stem­men. 2013 schlug die Ver­wal­tung, noch un­ter Bürg­er­meis­te­rin Wal­ly Fei­den, vor, sich auf ei­ne drei­teil­ba­re Zwei­fach­hal­le zu kon­zen­trie­ren. Die All­ianz – CDU, FDP und Grü­ne – poch­te aber auf Prü­fung auch der Ein­feld­hal­le.

2014 war die gro­ße Lö­sung, für die sich auch die Sport­ler im Sport­ver­band Bad Hon­nef (svb) ein­setz­ten, erst mal wie­der vom Tisch: Nicht fi­nan­zier­bar, lau­te­te das Prü­fungs­er­geb­nis der Ver­wal­tung, nun un­ter Bürg­er­meis­ter Ot­to Neu­hoff. Die Stadt­rats­mehr­heit aus CDU, Bürg­er­block, FWG und Tei­len der Grü­nen kipp­te die gro­ße Lö­sung. 1,95 Mil­lio­nen Eu­ro bis 2017 plan­te die Stadt statt­des­sen in ih­ren Fi­nanz­plä­nen für die Ein­feld­hal­le ein. Die­se soll­te so be­schaf­fen sein, dass sie spä­ter er­wei­tert wer­den kann.

Ei­ne neue Chan­ce tat sich 2016 auf: Nach­dem die ge­mein­nüt­zi­ge Lud­wig-Solz­ba­cher-Stif­tung Un­ter­stüt­zung beim Bau ei­ner Zwei­fach­hal­le an­ge­bo­ten hat­te, dies zeit­lich aber nicht mehr bis zum Ver­fall der 500 000-Eu­ro-Spen­de hät­te um­ge­setzt wer­den kön­nen, schwenk­te die Ver­wal­tung auf Vor­schlag von Un­ter­neh­mer Franz-Lud­wig Solz­ba­cher und Volks­wirt Ja­kob Wal­kem­bach um auf ei­ne „funk­tio­na­le Aus­schrei­bung“. Der Stadt­rat sag­te Ja. Im Ja­nu­ar 2017 er­folg­te der er­ste Spa­ten­stich der drei­teil­ba­ren Zwei­fach­hal­le. Der Bau lau­fe rei­bungs­los, so die Stadt. Fehlt nur noch die Ein­wei­hung. Aber bit­te in Turn­schu­hen.

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 08.11.2017

Last changed: 08.11.2017 at 06:04
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