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Am 27. April 2018 im Bürgerhaus Aegidienberg

 

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Neuer Wanderweg am Logebach

Bezirksregierung unterstützt Antrag des Bürgervereins. Trampelpfad als künftige Verbindung

Von Alexander Hertel

Aegidienberg. Freude beim Bürgerverein Aegidienberg: Die Bezirksregierung Köln hat nach einem entsprechenden Antrag einen neuen Logebach-Verbindungsweg genehmigt. Der neue Weg zwischen dem nördlichen und dem südlichen Logebachtal führt von der scharfen Rechtskurve der Ittenbacher Straße (L 83) und folgt dem Verlauf der Landstraße bis zum Holzlagerplatz. Von dort geht es weiter über die alte Trasse des Höveler Steigs, um anschließend über eine vorhandene Rückegasse in den Wanderweg im südlichen Logebachtal einzumünden.

Bevor dieser Weg jedoch in den bestehenden Wegeplan aufgenommen werden kann, sind zwei Auflagen zu erfüllen. Nach Angaben der Bezirksregierung Köln muss der Bürgerverein bei der Unteren Naturschutzbehörde eine Befreiung von den Verboten der Naturschutzgebiets-Verordnung sowie eine Eingriffsgenehmigung beantragen. Die Behörde geht davon aus, „dass sich diese neue Verbindung größtenteils durch eine regelmäßige Nutzung als Trampelpfad ausbildet, ohne dass bauliche Maßnahmen stattfinden“, so Sprecherin Vanessa Nolte auf GA-Anfrage. In einigen Bereichen sollen Gehölze weggeschnitten und auf dem Weg womöglich etwas Splitt aufgebracht werden, erklärt sie. Zudem sollen Pflöcke den Verlauf markieren. Der neue Weg ist jedoch nur für Wanderer geeignet. Da es sich dabei um einen Pfad handle, dürfe er nicht als Rad- oder Reitweg genutzt werden, so Nolte.

Nötig war der Antrag aus Sicht des Vereins aufgrund des neuen Wegeplans für das Naturschutzgebiet Siebengebirge von 2013. Einige Wanderwege wie der Weg zum Pferdsgalgenkreuz, der Butterweg, der Höveler Steig oder auch Wege, die bisher der Naherholung der Aegidienberger Bevölkerung gedient hätten, fielen mit der neuen Verordnung weg. Das neue Wegenetz bringt nach Meinung des Bürgervereins jedoch eine „erhebliche Verunsicherung und auch Gefährdung für die Wanderer“ mit sich.

Der offizielle Verbindungsweg des Wegeplans über die Höveler Weiden bis nach Hövel sei aufgrund des erheblichen Höhenunterschieds und Umwegs nicht angenommen worden, so der Verein. Als alternative Verbindung zwischen dem nördlichen und dem südlichen Logebachtal stünde für Fußgänger daher nur die etwa 900 Meter lange Strecke über die Ittenbacher Straße (L 83) bis zum Parkplatz im Logebachtal zur Verfügung. „Lebensgefährlich“ sei dies aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens jedoch, urteilt der in seinem Schreiben Verein.

Im Frühjahr vor zwei Jahren dann sollte ein Ortstermin Besserung bringen. Das Regionalforstamt, die Untere Landschaftsbehörde sowie Vorstandsmitglieder des Vereins stellten übereinstimmend fest, dass „der Weg über die Höveler Weiden für Wanderer zu weit und der Weg über die L 83 äußerst gefährlich“ sei. Der Bürgerverein kam der Empfehlung nach, die Anlage eines neuen Wanderweges zu beantragen. Doch der von ihm favorisierte Weg über die Wiesen entlang des Logebachs wurde abgelehnt. „Leider“, wie der Verein nun rückblickend sagt. Die Bezirksregierung begründet dies mit der „besonders schutzwürdigen Logebachaue“. Durch den favorisierten Weg wären wertvolle Lebensräume von Flora und Fauna betroffen gewesen, was zur Ablehnung des Antrags führte, teilte Nolte mit. Mit einem neuen Antrag und einer etwas veränderten Wanderroute hatte der Verein nun mehr Erfolg. Wenn die nötigen Zustimmungen erbracht sind, könnte eine offizielle Markierung mit roten Dreiecken den Wanderern bald den Weg weisen. Sehr zur Freude des Bürgervereins.

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 17.03.2018

Last changed: 17.03.2018 at 06:54
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