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Am 27. April 2018 im Bürgerhaus Aegidienberg

 

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50 Jah­ren

3. Ja­nu­ar 1967: Bad Hon­nef. Zur Zeit ver­han­deln der Stadt­rat von Bad Hon­nef und die Ge­mein­de­ver­wal­tung von Ae­gi­dien­berg über ei­nen An­schluß Ae­gi­dien­bergs an die Stadt Bad Hon­nef. Die Ver­hand­lun­gen ge­hen zu­rück auf den so­ge­nann­ten Kie­ras-Plan, in dem der Sieg­bur­ger Ober­kreis­di­rek­tor im Zu­ge ei­ner kom­mu­na­len Neug­lie­de­rung des Sieg­krei­ses die Ein­glie­de­rung von Ae­gi­dien­berg nach Bad Hon­nef vor­ge­schla­gen hat. Al­ler­dings ist die­ser Vor­schlag nichts Neu­es. Schon 1932 hat­te der da­ma­li­ge Sieg­kreis-Lan­des­rat Wes­sel in ei­ner Denk­schrift über ei­ne Neu­ord­nung der Amts- und Ge­mein­de­gren­zen im Sieg­kreis die Ver­ei­ni­gung von Ae­gi­dien­berg mit Hon­nef an­ge­regt. Die­se Denk­schrift kam aber 1933 nicht zum Zu­ge, da die Na­zis in Kreis und Ge­mein­de ei­ne Ver­än­de­rung der Amts- und Ge­mein­de­gren­zen ab­lehn­ten.

Ae­gi­dien­berg, mund­art­lich Gil­gen­berg ge­nannt, hieß einst Hon­ne­fer Rott (1349: Hu­ne­fe­ro­de, 1555: Hon­frod). Ein­woh­ner von Hon­nef ha­ben vor vie­len Jahr­hun­der­ten Ae­gi­dien­bergs Wäl­der ge­ro­det und sich dort an­ge­sie­delt. Aus der Sied­lung ent­stand nach und nach die Ort­schaft. Den Na­men Ae­gi­dien­berg er­hielt sie von der dann er­rich­te­ten Ka­pel­le und der spä­te­ren Pfarr­kir­che, de­ren Pa­tron der hei­li­ge Ae­gi­di­us ist, Die Ka­pel­le ist et­wa um 1400 ent­stan­den. Sie wich um 1820 he­rum dem Neu­bau der jetzt noch vor­hand­enen Pfarr­kir­che.

Ae­gi­dien­berg ist mit Hon­nef Jahr­hun­der­te hin­durch in kom­mu­na­ler Hin­sicht eng ver­bun­den ge­we­sen. Es war ei­ne Hon­schaft der Ge­mein­de Hon­nef. Mehr­mals im Lau­fe der Jahr­hun­der­te wird es als Hon­schaft von Hon­nef er­wähnt, so in ei­nem Be­richt von 1733 über die Dings­tüh­le und Dör­fer des Am­tes Lö­wen­burg, wo­rin es u.a. hieß: „Hon­neff Haupt­ge­richt, wo­run­ter Hon­nef­rath (ali­as Gil­gen­berg) als Hon­schaft ge­hört....“

Wann sich Ae­gi­dien­berg von Hon­nef ge­löst hat und ei­ne ei­ge­ne Zi­vil­ge­mein­de ge­wor­den ist, ist nicht mehr be­kannt. Viel­leicht war es in der fran­zö­sisch-ber­gi­schen Zeit, viel­leicht aber auch erst in den er­sten Jahr­zehn­ten der preuß­ischen Herr­schaft nach 1815.

Ue­bri­gens hat es im Ver­hält­nis Hon­nef-Ae­gi­dien­berg auch schon­mal Schwie­rig­kei­ten ge­ge­ben. Im Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg wa­ren die Be­woh­ner des Am­tes Lö­wen­burg vom Kom­man­do der Ko­gel­schüt­zen an­ge­wie­sen, flei­ßig Tag- und Nacht­wa­chen zu hal­ten, um ge­gen Ue­ber­fäl­le durch um­herz­ie­hen­de Ban­den, ma­ro­die­ren­de Sol­da­ten usw. ge­wap­pnet zu sein. Als Ae­gi­dien­berg die­se Pflicht ein­mal ver­nach­läs­sig­te, ist der Haupt­mann Gott­hardt Koch mit 30 Schüt­zen nach Ae­gi­dien­berg ge­zo­gen, um sie, wie er schreibt, „zu flei­ßi­ger Tag- und Nacht­wa­che zu er­in­nern. mab

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 03.01.2018

Last changed: 04.01.2018 at 10:05
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