CDU für Neubau in Aegidienberg

Administrator (admin) on 05.02.2019

Lehrschwimmbecken mit 25 Metern präferiert

CDU für Neubau in Aegidienberg

Lehrschwimmbecken mit 25 Metern präferiert

AEGIDIENBERG. Zur Zukunft des Lehrschwimmbeckens in Aegidienberg zeichnet sich eine komfortable Mehrheit für einen Neubau am bisherigen Standort mit 25-Meter-Becken ab. Jetzt spricht sich auch die CDU für diese Lösung aus. Und auch vom Bürgerblock kommen dieselben Signale, vorbehaltlich einer seriösen Finanzrechnung. SPD und Grüne hatten sich, wie berichtet, schon im Betriebs- sowie im Haupt- und Finanzausschuss dafür stark gemacht. Damit dürfte einem Beschluss für eine entsprechende Marschrichtung im Stadtrat am Donnerstag, 14. Februar, kaum etwas im Wege stehen. In der Sitzung berät der Rat auch über den Etat 2019/2020.

Wie berichtet, hatte das in den 70er Jahren erbaute Hallenbad neben der Theodor-Weinz-Grundschule Ende 2018 wegen schwerer statischer Mängel geschlossen werden müssen. Gutachter führten zudem aus, dass eine Sanierung dieselbe Summe verschlingen würde wie ein Neubau im heutigen Zuschnitt. Ein Neubau mit größerem Becken würde im Verhältnis zwar 17 Prozent mehr kosten, hätte aber erhebliche Vorteile für die Nutzer. Geschätzte Bruttokosten inklusive Abriss und allen Nebenkosten: 4,5 Millionen Euro.

Vereine sind auf das Bad angewiesen

Die Verwaltung schlug einen Neubau mit 25-Meter-Becken vor – beschlossen wurde aber vorerst nur der Abriss, alles weitere wurde wegen Finanzvorbehaltes vertagt. Vor allem die CDU hatte Klärungsbedarf. Bei ihrer Haushaltsklausur habe sich die CDU-Fraktion nun „einstimmig nach eingehender Prüfung aller denkbaren Varianten und der kurz- und langfristigen Auswirkungen auf den Haushalt entschieden, für den Neubau des Lehrschwimmbeckens in Aegidienberg zu votieren“, hieß es nun in einer Mitteilung.

„Uns ist es wichtig, dass die einzige Möglichkeit, auch in den Wintermonaten Schwimmunterricht zu erteilen, erhalten bleibt“, so Fraktionschef Sebastian Wolff. Man wolle die Vereine stärken, die auf das Bad zwingend angewiesen seien; darum sei man für den Neubau mit 25-Meter-Bahnen. Zudem solle der Wohnstandort Aegidienberg gestärkt werden.

„Eine solche Entscheidung trifft man angesichts des erheblichen Sanierungsstaus in der Stadt nicht mal so eben. Für uns war es wichtig und richtig, alle denkbaren Alternativen und die langfristigen Auswirkungen dieser zusätzlichen Belastung für den Haushalt zu prüfen, was angesichts der erst kürzlich erfolgten Schließung des Bades auch für uns eine Herausforderung darstellt“, so CDU-Chef Michael Lingenthal. Entscheidend sei letztlich der enorme Schaden, der entstehen würde, wenn das Bad ersatzlos entfiele. Da müssten eventuell „auch andere Investitionen zurückstehen“. suc

 

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 05.02.2019

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