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18.07.1863 - Allgemeiner Anzeiger Köln

Bonn, 16. Juli. Aus Rheinbreitbach wird uns Folgendes mitgetheilt: Am verflossenen Mittwoch den 8. d. ging ein hiesiger jüdischer Handelsmann in Geschäften nach einer benachbarten Ortschaft. Er kehrte aber am Abend nicht zurück und konnte trotz aller Nachforschungen nicht ermittelt werden. Man erfuhr nur, daß der Verschwundene in Aegidienberg eine Summe von 20 Thlr. eingenommen habe und auf dem Rückwege in Honnef in einem Wirthshause (bei Rhein) eingekehrt sei, wo er von seinem Handel erzählte und später in muntrer Stimmung das Gasthaus verließ.

Zwei Personen hatten der Erzählung zugehört und waren etwas früher abgezogen. Am verfolssenen Montag, den 13. curr., fand man die Leiche eines Mannes im Rheine, die bald als die des vermißten Handelsmannes recognoscirt wurde. Am Halse der Leiche findet sich eine tiefe Schnittwunde vor, durch welche wahrscheinlich der Tod herbeigeführt worden. Hoffentlich wird die Untersuchung Licht in das Dunkel dieser schwarzen That bringen.

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