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18.08.1875 - Echo des Siebengebirges

Assisen-Verhandlungen. - Demnächst kam eine Anklage gegen den 21 jähr. Gärtner M. aus Aegidienberg wegen einer Reihe von Diebstählen zur Verhandlung, welche derselbe in den Monaten Juni und Juli d. J. theilweise unter erschwerenden Umständen verübt haben soll.

Die Gegenstände, welche M. sich widerrechtlich angeeignet, nachdem er entweder Fenstergitter eingedrückt hat oder auf sonstigem ungewöhnlichem Wege in die betreffenden Wohnungen eingedrungen war, bestanden in Lebensmitteln, Kleidungsstücken und Geld. Der Angeklagte gestand die Diebstähle ein, stritt jedoch ab, in gewaltsamer Weise bei seinen Verbrechen verfahren zu haben. M. ist schon oft bestraft worden. Die Zeugenaussagen waren sämmtlich dem Angeklagten nicht günstig, in Folge dessen die Geschworenen ihn der ihm zur Last gelegten Verbrechen für schuldig erkannten. Nach dem Spruche des Gerichtshofes wurde M. zu einer Zuchthausstrafe von vier Jahren und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre, sowie in die Kosten verurtheilt.

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