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09.03.1911 - Echo des Siebengebirges

Aegidienberg, 8. März. (Automobil-Gesellschaft-Aegidienberg.) - Der von Mitgliedern zahlreich besuchten Generalversammlung der Genossenschaft wurden Rechnung und Bilanz pro 1910 vorgelegt.

Die Einnahmen betrugen an Fahrgeld 19 500 Mk., von der Post 600 Mk., davon wurden ausgegeben für Benzin 3600 Mk., für Gummi 2600 Mk., für Löhne 2800 Mk., für Versicherungen 1700 Mk., für Reparaturen 1200 Mk., für Drucksachen, Reklam, Fernsprecher 2c 1600 Mk., für Zinsen 850 Mk. Nachdem der Rest zu den notwendigsten Abschreibungen auf Wagen, Halle und Geräte verwendet worden, blieb ein Reingewinn von 111,97 Mk., der dem Reservefonds zugeschrieben wurde. Dies nicht grade ungünstige Resultat ließ sich nur dadurch ermöglichen, daß auf eine Verzinsung der Geschäftsanteile verzichtet und die ganze Betriebs- und Kassenführung ohne Entschädigung erledigt wurden. Der regelmäßige Verkehr konnte dass ganz Jahr hindurch mit Ausnahme von 3 Tagen im Januar 1910, wo Schneeverwehung und Glatteis das Fahren unmöglich machten, aufrechterhalten werden. Es hat sich kein Unfall ereignet, durch den eine Personenverletzung oder ein Sachschaden entstanden, ein gutes Zeugnis für die Zuverlässigkeit der Chauffeure. Mit dem 1. April 1910 hat die Automonbil-Gesellschaft die Beförderung der Post Honnef-Aegidienberg übernommen. Ein Versuch, den Verkehr bis Asbach auszudehnen, wurde nach 2 Monaten aufgegeben. Mit dem Sommerhalbjahr soll die Strecke wieder in den Fahrplan einbezogen werden.

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