02.01.1933 - HVZ
* Aegidienberg und das Separatistendenkmal. - In einer Volksversammlung wurde in Aegidienberg die Frage besprochen, die zurzeit dort die Gemüter lebhaft beschäftigt: die Frage, wohin soll das Separatistendenkmal? Daß die Antwort lautete: Nach Aegidienberg! kann man verstehen.
Liegen doch auf dem Gottesacker in Aegidienberg die im Kampfe um den deutschen Rhein von meuchlerischen Separatistenkugeln Getroffenen zur letzten Ruhe bestattet. Es sind Aegidienberger Bürger. Ferner sind in der Friedhofsecke dort in einem Massengrab 14 Separatisten begraben, die beim Abwehrkampf niedergemacht wurden. Der Gedanke, der von Bonn aus propagiert wurde, das Denkmal in Bonn auf dem Venusberg zu errichten, wurde natürlich als gänzlich abwegig bezeichnet. Man schlug als geeignetsten Punkt für das Denkmal die "Mark Hövel" vor, die in der historischen Abwehrlinie liegt. Zum Vorsitzenden des Denkmalkomitees wählte man Herrn Dr. Rehdantz, der seinerzeit die Separatistenabwehr der Bewohner rings um Aegidienberg organisierte und in der Front der Kämpfer um den deutschen Rhein stand. Man hoff, durch entsprechende Propaganda auch über die Grenzen des Rheinlandes hinaus Spenden für das Denkmal zu erhalten, das im November dieses Jahres, anläßlich des 10. Jahrestages der Separatistenniederwerfung, enthüllt werden soll.
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