20.01.1933 - HVZ
Um das Separatistendenkmal. - Wir berichteten vorgestern bereits über die erneut in Aegidienberg stattgefundene Versammlung, die sich dahin ausprach, daß das Separatistendenkmal unbedingt nach Aegidienberg, auf den Hupperich genannten Berghügel, kommen müsse.
Wie wir zu der Versammlung noch hören, hatte der Denkmalausschuß die Vertreter der umliegenden Bürgermeistereien zu der Versammlung eingeladen. Erschienen war für den verhinderten Landrat Assessor Dr. Thiel - Siegburg, Bürgermeister Dr. von Reumont war durch Stadtoberinspektor Eschbach vertreten, ferner waren anwesend Vertreter der Gemeinden Königswinter, Oberpleis, Asbach, Neustadt, Buchholz, Bennau, Vettelschoß und Ittenbach. Auf der Tagesordnung stand die Platzfrage für das Denkmal. Nach den vielen Presseerörterungen rechnete man mit starken Gegensätzen, aber man konnte überraschenderweise feststellen, daß in diesem Punkte im großen Ganzen vollkommene Einigkeit herrschte: "Wo 1923 das Kampfgelände war, dorthin gehört auch 1933 das Denkmal!" Schwieriger war schon die Lösung der Geldfrage. Kreistagsmitglied Kickel - Honnef schlug eine Lotterie vor, während Dr. Liedgens - Königswinter sich mehr von einer öffentlichen Sammlung versprach. Der Oberpräsident der Rheinprovinz soll hierüber entscheiden, wieterhin soll dam Oberpräsidenten von einem engeren Ausschuß, dem die Bürgermeister der interessierten Orte angehören, die Angelegenheit zwecks Stellungnahme unterbreitet werden. Nachdem die Ausschüsse um einen vermehrt worden waren, regte man zum Schluß die Zusammenkunft aller an dieser Schlacht beteiligten Personen an.
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