24.10.1950 - General-Anzeiger
Jugendheim Aegidienberg eingeweiht - Krönung der Opferbereitschaft in der Bevölkerung und selbstloser Arbeit der Jugend - "Das ist der Tag des Herrn . . ." sang der gemischte Chor "Liederkranz" unter seinem Dirigenten Suter, als eine große Menschenmenge sich vor dem neuen Jugendheim "Marienhaus" in Aegidienberg versammelt hatte, um der Einweihung beizuwohnen.
Nach einem weiteren Chorlied eröffnete Hilde Klein mit einem Prolog, der die Geschichte des Hauses in Versform enthielt, den eigentlichen Festakt. Mit deutlicher Freude über das gelungene Werk schilderte Pfarrer Tummer wie es entstand. Die einzige vorhandene Urkunde über das Heim datiert aus dem Jahre 1912. Damals wurde es aus einer Scheune umgebaut urnd schon für Zwecke der Jugend verwandt. Der Krieg hatte das direkt neben dem Pastorat gelegene Gebäude total zerstört. Im Dezember 1949 wurde zum erstenmal für diesn Zweck Kollekte gehalten. Die Bevölkerung brachte dem Aufbauplan großes Interesse entgegen. Kreisjugend und Staatshochbauamt leisteten Zuschüsse von insgesamt 2500 DM, z. T. erhebliche private Stiftungen rundeten den Finanzierungsplan erfreulich ab. Dennoch blieb es nicht aus, daß die Jugendgruppen gemeinsam mit dem Verein katholischer junger Männer kostenlos und freiwillig als die zukünftigen Hauptnutznießer umfangreiche Arbeiten leisteten. Dieses Heim wird in Zukunft der Mittelpunkt des kulturellen Lebens der weitverzweigten Gemeinde sein. Ein schöner Saal mit Bühne ist für Theater und Laienspiel vorgesehen. Als Vertreter des Landrats war Kreisjugendpfleger Meis anwesend, Amtsdirektor Nierhaus im Namen der Stadt Königswinter und Bürgermeister Caspers überbrachten Dank und Glückwünsch.
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