Fahrer rettet sich aus Lkw
Fahrer rettet sich aus Lkw
Mann steht nur noch in Unterhosen vor den Flammen seines brennenden Fahrzeugs
Von Ralf Klodt und Sebastian Knauth
Rottbitze. So schnell wird ein Lkw-Fahrer seine Übernachtung in der Ortschaft Rottbitze wohl nicht vergessen. Lediglich in Unterhose konnte sich der Mann aus seinem brennenden Sattelzug am kühlen Donnerstagmorgen auf die Straße retten.
Gegen 5.09 Uhr wurde die Feuerwehr über einen brennenden Lastwagen im Gewerbegebiet Heideweg informiert. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand das Fahrzeug mit Sattelaufleger von vorne bis hinten in Brand. Die Ladungspapiere mit Informationen für die Feuerwehr konnte der Fahrer nicht mehr aus der brennenden Maschine retten.
Das Feuer hatten die Rettungskräfte vor Ort schnell unter Kontrolle. Während der Löscharbeiten stellte sich heraus, dass der Lkw mit Waschmittel, Spülmittel und Glasreiniger beladen war. Nach Auskunft von der Einsatzstelle übernahm der Glasreiniger die Funktion eines Brandbeschleunigers und sorgte für die schnelle Entwicklung des Feuers. Mit dem Löschen des Feuers war der Einsatz im Rottbitzer Gewerbegebiet für die Rettungskräfte jedoch noch nicht beendet.
Durch das verunreinigte Löschwasser, das durch den Kanal in ein Rückhaltebecken des Wasserwerks lief, war eine Gefahr für die Umwelt entstanden. Mehrere Behörden und Rettungskräfte rückten an den Unfallort und arbeiteten daran, die Verunreinigungen zu entsorgen.
Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte durch das Deutsche Rote Kreuz, das nach dem Frühstück auch noch Mittagessen zur Verfügung gestellt hatte. Nach rund neun Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr um kurz nach 14 Uhr beendet.
Für den Lkw-Fahrer gab es von einer Anwohnerin etwas Kleidung. Das Ordnungsamt Bad Honnef hatte zwischenzeitlich ein sogenanntes Notfallzimmer hergerichtet, das für Fälle dieser Art abrufbar ist. Benötigt wurde das Zimmer aber nicht, da der Fahrer von einem Kollegen der gleichen Spedition aufgesammelt und mitgenommen wurde.
Quelle: General-Anzeiger Bonn
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