Verfolgungsfahrt endet in Weihnachtsbaumplantage bei Aegidienberg
Verfolgungsfahrt endet in Weihnachtsbaumplantage bei Aegidienberg
Aegidienberg · Eine Verfolgungsfahrt von Troisdorf bis nach Bad Honnef ist am Montagabend in einer Weihnachtsbaumplantage geendet. Die Polizei verfolgte einen Golf, in dem drei Personen saßen.
Von Ali Kanaan und Lukas Fegers
Eine Verfolgungsfahrt, an der mindestens 13 Streifenwagen beteiligt waren, ist am späten Montagabend mit zwei Verletzten in einer Weihnachtsbaumplantage bei Bad Honnef geendet. Nach GA-Informationen hatte sich der Fahrer eines VW Golf einer Verkehrskontrolle der Autobahnpolizei entzogen und war daraufhin vor den Beamten geflüchtet.
Auf der L144 im Stadtbezirk Aegidienberg kam das Fluchtauto mit drei Insassen schließlich nach links von der Fahrbahn ab, durchbrach einen Metallzaun und kam auf dem Weihnachtsbaumplantage der Firma Stockhausen zum Stehen. Die Hintergründe zur Flucht waren zunächst unklar. Wie die Polizei am Dienstagvormittag mitteilte, war der Golf zuvor als gestohlen gemeldet worden.
Auch Polizeihubschrauber im Einsatz
Die etwa 40-minütige Verfolgungsfahrt hatte in Troisdorf-Spich begonnen. Von dort flüchtete der VW Golf unter anderem über die B8, die A59 und die A565, ehe er über die B42 weiter nach Bad Honnef raste.
Um das Fahrzeug zu stellen, wurden mehr und mehr Streifenwagen der Polizei Bonn und aus dem Rhein-Sieg-Kreis hinzugerufen. Auch ein Hubschrauber der Düsseldorfer Polizei kam kurzzeitig zum Einsatz.
Selbst, nachdem das Auto in der Plantage gelandet war, habe der Fahrer die Flucht mit dem Auto noch fortsetzen wollen – „mit aufheulendem Motor auf matschigem Untergrund“, wie die Polizei berichtet. Daraufhin habe ein Kölner Polizist einen Schuss in Richtung des Fahrzeugreifens abgegeben.
Polizist und Fahrer leicht verletzt
Neben dem 28 Jahre alten Fahrer, der leicht verletzt wurde, saßen zwei weitere Männer (21 und 28 Jahre) im Fahrzeug. Alle drei wurden vorläufig festgenommen und ins Polizeipräsidium Bonn gebracht. Ein Polizist trug leichte Schnittverletzungen davon, als er bei der Festnahme eine der Seitenscheiben einschlug.
Fahrer offenbar unter Alkoholeinfluss
Nachdem die drei Männer gestellt waren, durchsuchten Diensthundeführer mit Polizeihunden den Unfallwagen. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit drei Rettungswagen und einem Notarzt vor Ort. Laut Einsatzleitung der Bonner Polizei wurden insgesamt 13 Streifenwagen eingesetzt, einer davon wurde im Verlauf der Verfolgung beschädigt.
Bei dem Fahrer bestand der Verdacht auf Alkoholeinfluss, ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet – unter anderem wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs und des Verdachts auf Diebstahl.
Quelle: General-Anzeiger Bonn - Online vom 09.12.2025
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