Brandschutz ist ein Hauptthema

Administrator (admin) on 22.11.2019

416 000 Euro der Schulpauschale des Landes fließt auch 2020 ins städtische Gymnasium

Brandschutz ist ein Hauptthema
416 000 Euro der Schulpauschale des Landes fließt auch 2020 ins städtische Gymnasium

 

Bad Honnef. Der größte Batzen der Schulpauschale, die das Land in jedem Jahr an die Stadt Bad Honnef überweist, fließt auch 2020 ins städtische Siebengebirgsgymnasium. Der Bildungsausschuss empfahl dem Stadtrat analog zum Vorschlag der Verwaltung, 416 000 Euro von insgesamt knapp 570 000 Euro, die auf Grundlage des Gemeindefinanzierungsgesetzes vom Land an die Stadt für Schulträgeraufgaben überwiesen werden, ins Sibi zu investieren.
Weitere 48 000 Euro werden in die Grundschule Am Reichenberg investiert, 35 000 in die Sankt Martinus-Grundschule, 24 500 in die Löwenburgschule am Hauptstandort in Rommersdorf sowie 4500 in Rhöndorf und 29 000 in die Theodor-Weinz-Grundschule in Aegidienberg. Der Rest des Geldes geht in die einzelnen Einzelbudgets für Betriebs- und Geschäftsausgaben kleinerer Art. Auskömmlich ist das, was das Land der Kommune überweist, lange nicht. Rechnet man die Mittel aus dem Programm „Gute Schule“ sowie Gelder aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz hinzu, stehen 2020 aus Landesmitteln rund 1,2 Millionen Euro für die Schulen in städtischer Trägerschaft zur Verfügung. Für Schulträgeraufgaben im Haushalt 2020 veranschlagt werden laut Verwaltung allerdings rund 2,1 Millionen Euro.Bedeutet: Gut 900 000 Euro, vorbehaltlich der Zustimmung zum Gesamthaushalt, schustert Bad Honnef auch im kommenden Jahr aus dem allgemeinen Haushalt zu, um etwa dringende Sanierungsarbeiten zu ermöglichen. Hierbei, so hieß es, gehe es um nicht mehr als den bloßen Erhalt der Funktionalität. Luxus sei damit nicht zu machen. So ist der Brandschutz ein wichtiges Thema, nicht nur am Sibi.Hansjörg Tamoj (CDU) erinnerte daran, dass das Sibi seit Jahren stets den größten Batzen der Schulpauschale verschlinge, „zum Nachteil der anderen Schulen“. Zudem warte man seit 2017 auf Ergebnisse eines Prüfauftrages. Dabei sollen wie berichtet eine Komplettsanierung und ein eventueller Neubau am heutigen oder an anderem Standort gegenübergestellt und durchgerechnet werden. Tamoj: „In jedem Jahr früher, in dem wir eine dauerhafte Lösung haben, sparen wir das Geld für Flickschusterei.“Auch Werner Sünnen (SPD) und Martina Ihrig (FDP) betonten, das Geld sei sicher in eine dauerhafte Lösung besser investiert als in ständige Flickschusterei. Darüber, wo und wie saniert oder eben doch gebaut werden solle, sei ja beizeiten noch zu sprechen, so Sünnen; für ihn bietet sich da nur der heutige Standort an. Apropros Sibi: Durch Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen am Feuerschlösschen wurde dort die Nutzung von vier Klassenräumen, die dringend fehlten, wieder möglich. Trotzdem bleibt es bei räumlicher Enge, wie auch aus der Kommunalpolitik zu hören war.Erster Beigeordneter Holger Heuser sagte, die Prüfungen seien noch nicht abgeschlossen. Ergebnisse sollten aber Anfang des Jahres vorliegen, versprach er. „Im Sinne der Schule und der Schüler müssen wir zurzeit mit der Unschärfe leben, nicht zu wissen, wie lange sich die aktuellen Investitionen rechnen.“ Oder, mit einem Bild gesprochen: Wenn an einem alten Auto die Lichtmaschine ausgetauscht werden muss, um akut mobil zu bleiben, stehe auch nicht fest, ob das Auto in einem Monat oder Jahr noch fahrbereit sei.An einem anderen Beispiel verdeutlichte Heuser, dass die Verwaltung bei etwaigen Prüfaufträgen wie zum Sibi vor Überraschungen keineswegs gefeit sei. So habe man eigentlich in dieser Sitzung schon Detalliertes zur Sanierung des Menzenberger Stadions vorlegen wollen. Die Überraschung kam aus Köln, genauer gesagt von der Bezirksregierung: Bei Auswertung von Luftbildern durch den Kampfmittelräumdienst – ein übliches Verfahren, um eventuell „Altlasten“ festzustellen – habe sich herausgestellt, dass es im untersuchten Gebiet sogar eine Art Flakstellung gegeben haben könnte. Die Konsequenz: Weitere Untersuchungen des Baugrunds sind nötig. Heuser: Wirklich auf der sicheren Seite sei man hinsichtlich etwaiger Kampfmittel nur, „wenn dort auf eine Tiefe von rund acht Metern abgetragen wird“. Eine utopische Vorstellung. Zusammengenommen mit der bekannten Deponiefläche seien also zunächst weitere Untersuchungen des Baugrunds unabdingbar.Klar ist: Aus den Mitteln der Sportpauschale, die es ebenfalls vom Land gibt, ist der größte Teil für das Stadion vorgesehen. Auch das empfahl der Fachausschuss. Auf rund 78 000 Euro bemisst sich die Sportpauschale des Landes. Der wenig ansprechende Zustand des gesamten Umfeldes hat laut Sünnen bereits mehrfach zu Nachfragen und Kritik der Bürger gesorgt. Heuser warb um Verständnis, dass die Verwaltung aus genanntem Grund bei dem Thema zurückgeworfen worden sei.

Schulleitung ist wieder komplett
Stefanie Lamsfuß-Schenk Vize von Gabriele Jacob
Frauenpower für das Siebengebirgsgymnasium: Mit der Ernennung von
Stefanie Lamsfuß-Schenk (56) ist das Leitungsteam des städtischen Gymnasiums wieder komplett. Wie berichtet, hatte
Gabriele Jacob (52) nach den Sommerferien die Schulleitung am Gymnasium übernommen. Ihr zur Seite steht nun Lamsfuß-Schenk als Stellvertreterin.Lamsfuß-Schenk gehört seit gut zehn Jahren zum heute rund 90-köpfigen Kollegium der Schule mit an die 1000 Schülern. Sie ist verheiratet, hat einen erwachsenen Sohn und lebt in Hennef. Ihre Fächer sind Französisch und Geschichte. Am Sibi schätzt sie besonders „den guten Zusammenhalt“ und die ebensolche Atmosphäre.

 

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 22.11.2019

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