Corona - Gipfel:
Ergebnis des Bund- Ländergipfels vom 03.03.2021

Nach neunstündigen Beratungen haben Bund und Länder den weiteren Corona-Fahrplan bis Ende März verkündet. Der Lockdown wird demnach erneut bis 28. März verlängert, einige Geschäfte dürfen aber öffnen und bei Treffen sind ab kommender Woche wieder mehr Kontaktpersonen erlaubt.

 

Die Grund­schu­len ma­chen den An­fang

Administrator (admin) on 12.02.2021

Prä­senz- und Di­stanz­un­ter­richt wird ab dem 22. Fe­bru­ar im Wech­sel an­ge­bo­ten. Schu­len im Kreis ent­wi­ckeln ei­ge­ne Kon­zep­te

Die Grund­schu­len ma­chen den An­fang

Prä­senz- und Di­stanz­un­ter­richt wird ab dem 22. Fe­bru­ar im Wech­sel an­ge­bo­ten. Schu­len im Kreis ent­wi­ckeln ei­ge­ne Kon­zep­te

 

Von Ele­na Sebe­ning und Clau­dia Sül­zen

RHEIN-SIEG-KREIS. | Der Schul-Lock­down in Nord­rhein-West­fa­len wird ge­lo­ckert. Ab Mon­tag, 22. Fe­bru­ar, hei­ßt das Mot­to an den Grund­schu­len: Prä­senz- und Di­stanz­un­ter­richt im Wech­sel. An den wei­ter­füh­ren­den Schu­len sind vor­erst „nur“ die Ab­schluss­jahr­gän­ge Q1 und Q2 dran.

Am Don­ners­tag­nach­mit­tag er­reich­te die Schu­len ei­ne Mail aus dem Mi­nis­te­ri­um. Dar­in hei­ßt es zu den Grund­schu­len un­ter an­de­rem: Pha­sen im Di­stanz­un­ter­richt sol­len nicht län­ger dau­ern als fünf Ta­ge, mög­lich sind aber auch Mo­del­le wie et­wa ein täg­li­cher Wech­sel von Prä­senz und Di­stanz. Ei­ne Prio­ri­sie­rung auf Kern­fä­cher ist vor­ran­gig, der ge­sam­te Fä­cher­ka­non aber mög­lich. Und: Die ge­naue or­ga­ni­sa­to­ri­sche Aus­ge­stal­tung bleibt den Schu­len vor­be­hal­ten. Dar­über, wie das aus­se­hen kann, herrsch­te an vie­len Grund­schu­len im Rhein-Sieg-Kreis am Don­ners­tag noch kei­ne Klar­heit.

Wie et­wa Not­be­treu­ung und Un­ter­richt par­al­lel be­wäl­tigt wer­den kön­nen, war nur ei­ne der of­fe­nen Fra­gen. Be­reits ei­nen ers­ten Wech­sel­plan er­stellt hat die Ge­mein­schafts­grund­schu­le (GGS) Oe­de­ko­ven, so Rek­to­rin Eri­ka Kha­li­ji. Ge­ge­be­nen­falls müs­se nach­ge­steu­ert wer­den, wenn die In­for­ma­tio­nen aus dem Mi­nis­te­ri­um vor­lä­gen. Nur ei­nes der De­tails: Ge­schwis­ter­kin­der soll­ten im­mer in den glei­chen Grup­pen blei­ben. Und für die Ta­ge oh­ne Prä­senz­un­ter­richt sol­len die Kin­der Auf­ga­ben für zu Hau­se be­kom­men.

Um mög­li­che Dop­pel­pla­nun­gen zu ver­mei­den, ist die Leh­rer­kon­fe­renz an der GGS Sieg­burg Stall­berg erst für Frei­tag ge­plant. „Die Er­fah­rung hat ge­zeigt, dass man auf die In­fos war­ten soll­te, be­vor man in Pla­nung geht“, so Di­rek­to­rin Jac­que­line Nol­te. „Wir sind aber al­le so froh, dass es nun ei­ne Per­spek­ti­ve gibt und dass wir star­ten kön­nen“, ob­wohl auch Zoom-Un­ter­richt gut funk­tio­niert hät­ten. Ähn­lich sieht es Ri­ta Bach­mann-Richarz, Lei­te­rin der Theo­dor-Weinz-Grund­schu­le Ae­gi­dien­berg. „Wir sind froh, dass es wie­der los­geht. Vor al­lem für man­che Kin­der wird es Zeit.“ Um die Aus­ge­stal­tung macht sie sich kei­ne Sor­gen, man ha­be ja schon Er­fah­run­gen ge­sam­melt. „Die Halb­grup­pen sind je­den­falls erst­mal ein gu­ter Schritt“, so Bach­mann-Richarz.

Schul­lei­te­rin Pe­tra Dom­scheit von der Ni­ko­laus-Schu­le in Born­heim-Wal­dorf sag­te nach An­kunft der Mi­nis­te­ri­ums-Mail: „Wir ha­ben mehr Spiel­raum als er­war­tet. Es steht nichts über Grup­pen­grö­ßen in dem Schrei­ben. Nur dass man die Kin­der gleich­mä­ßig be­schu­len soll.“ Über Grup­pen­grö­ßen und ei­nen Rhyth­mus, an wel­chen Ta­gen die Kin­der zur Schu­le kom­men, müs­se man sich nun in­ten­siv und mit an­de­ren Born­hei­mer Schu­len be­ra­ten. Da ei­ne Hal­bie­rung der Klas­sen nicht vor­ge­schrie­ben ist, wä­re auch denk­bar, dass mit klei­ne­ren Grup­pen ge­plant wer­de.

Wich­tig sei für die Ni­ko­laus-Schu­le auch, dass nach­mit­tags in der OGS die Schü­ler we­gen des In­fek­ti­ons­schut­zes nicht wie­der aufei­nandertreffen und die Grup­pen dar­auf­hin ein­ge­teilt wür­den. Als ei­ne wei­te­re Her­aus­for­de­rung nennt auch sie die Not­be­treu­ung. „Wir ha­ben aber das gro­ße Glück, seit ei­nem Jahr mit Ki­ju Me­cken­heim ei­nen neu­en Trä­ger zu ha­ben.“ Und es sei schon si­gna­li­siert, dass man die Not­be­treu­ung über­neh­men wer­de.

So oder so stellt die Si­tua­ti­on die Schu­len er­neut vor Her­aus­for­de­run­gen. „Wir pla­nen ins Blaue hin­ein. Wir war­ten wirk­lich hän­de­rin­gend auf In­for­ma­tio­nen aus dem Mi­nis­te­ri­um“, sag­te Mar­kus Pil­ger, Lei­ter der Ka­tho­li­schen Grund­schu­le It­ten­bach, am Vor­mit­tag. Klar war für den Schul­lei­ter auch da schon: Ein Wech­sel­mo­dell stel­le ge­ra­de klei­ne­re Schu­len vor Pro­ble­me. Teils fehl­ten da­für ein­fach die Res­sour­cen. Not­be­treu­ung und Un­ter­richt par­al­lel, das sei schon „ei­ne span­nen­de Fra­ge“, so auch Sven Haack, Lei­ter der Ge­mein­schafts­grund­schu­le Kö­nigs­win­ter. Pil­ger: „Aber wir wer­den wie im­mer un­ser Bes­tes ge­ben. Und wir freu­en uns auf die Kin­der.“

 

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 12.02.2021

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