Jahr für Jahr eine Erfolgsbilanz

Administrator (admin) on 14.12.2019

2019 profitieren 13 Projekte von der Förderung des Bad Honnefer Aalkönigkomitees. Bauspielplatz bekommt eigenes Gelände
Jahr für Jahr eine Erfolgsbilanz
2019 profitieren 13 Projekte von der Förderung des Bad Honnefer Aalkönigkomitees. Bauspielplatz bekommt eigenes Gelände

 

Von Roswitha Oschmann
BAD HONNEF. Mal gingen sie auf Zeitreise ins Mittelalter, mal waren sie im Wilden Westen, fühlten sich wie die Siedler, die sich Wohnhäuser, Saloon und Bankgebäude bauten und auf ihren Claims nach Gold-Nuggets suchten. In Baegi-City ist immer etwas los. Kinder aus Aegidienberg verleben auf dem Bauspielplatz stets unbeschwerte Sommerferien, lernen eine Menge, nicht nur einen Nagel einzuschlagen. Das Aalkönigkomitee unterstützt den Bauspielplatz, den Michael Neusel, der Leiter des Jugendtreffs, seit 2014 organisiert. Bei der Feedbackrunde des Komitees im Haus der Jugend dankte er herzlich für die Förderung des Projektes.
Und Neusel hatte eine tolle Nachricht, die er in seinem kurzen Feedback-Statement strahlend verkündete: „Spätestens 2021 werden wir ein festes Grundstück bekommen.“ In der Vergangenheit mussten nach der dreiwöchigen Aktion alle Bauten wieder abgerissen werden.Bald wird das Baegi einen angestammten Platz haben, und Neusel denkt an eine Kooperation mit der Grundschule Aegidienberg, wie er den Mitgliedern des Aalkönigkomitees berichtete. „So ein Baegi gibt es hier in der Gegend nicht noch einmal.“ Keiner habe 2014 absehen können, wie es bei den Kindern ankommt. Inzwischen ist es jedes Jahr ein Renner.Auch die weiteren Berichterstatter von Institutionen und Vereinen dankten dem Aalkönigkomitee für die Unterstützung und zogen Bilanz ihrer Aktivitäten. 2019 waren es dank der Großzügigkeit von Sponsoren und privaten Gebern mehr als 35 000 Euro, mit denen Jugend- und Integrationsprojekte gefördert werden konnten – eine Rekordsumme. Insgesamt konnte das Aalkönigkomitee in gut 16 Jahren bereits mehr als 500 000 Euro für Projekte zur Verfügung stellen, zog Fabian Ost Bilanz.Zur Erinnerung: 2003 entstand im Zusammenhang mit dem Plan, den renovierungsbedürftigen Aalschokker „Aranka“ zu erhalten, die Aalkönig-Idee. Helmut Kloss, Klaus Wirtgen, Johannes Wahl, Michael Gerdes, Heinz Warneke und Friedhelm Ost setzten sich damals das Ziel, mit dem Reinerlös eines einmaligen Festaktes die Restaurierung des Bad Honnefer Wahrzeichens zu sichern. Und als die „Aranka“ gerettet war, verlegten sie ihr Engagement darauf, langfristig Projekte im Bereich Jugend und Soziales zu fördern. Seit 2014 konzentriert sich das Komitee verstärkt auf den Bereich der Gewaltprävention. Gemeinsam mit dem Stadtjugendring Bad Honnef wurde das Netzwerk „Gewaltfrei“ gegründet.13 Projekte waren es im Jahr 2019. Haus Hohenhonnef profitierte gleich zweifach. Auch das zweite inklusive Fußballturnier der Hohenhonnef-Mannschaft wurde gefördert; zwölf Mannschaften nahmen teil. Und Wolfgang Weber, Vize-Weltmeister von 1966 und WM-Dritter von 1970, ehrte die Sieger. Viel Spaß hatten auch die Künstler von Hohenhonnef, die zwei Wochen lang zusammen mit Hagerhof-Schülern malten. „Es kam zu wundervollen Begegnungen“, berichtete Franka Peikert, die das Projekt leitete. Die Hohenhonnefer Künstler trauten sich dabei auch, mal andere Techniken auszuprobieren. Hohenhonnef-Leiterin Marion Prechtl lud das Aalkönigkomitee ein, die bis zum 15. Dezember laufende Ausstellung im Kunstraum zu besuchen.Carsten Krause von der Kinderkunstschule Unkel berichtete beim Feedback-Austausch begeistert vom Kinderliteraturpreis zum Thema „Achtsamkeit mit Worten“. Und während Choreografin Anna-Lu Masch von ihrem einwöchigen Projekt am Hagerhof erzählte, bei dem nicht nur getanzt, sondern auch gedichtet, komponiert und gesungen wurde, lief im Hintergrund der selbst gedrehte Film dazu mit Schülern in Paradiesvogel-Kostümen. „Alles Fünftklässler, die sich direkt in der Woche nach Schulbeginn bei diesem Projekt gut kennenlernten.“Ob das Frauenzentrum mit dem Therapieangebot für traumatisierte Flüchtlingsfrauen und der „Nein ist Nein“-Aktion, das Projekt Rhein Refugee Youngstar vom Haus der Jugend, bei dem sieben Flüchtlinge und sechs Einheimische zusammen Musik machen - die Komitee-Mitglieder um Friedhelm Ost hörten aufmerksam die Berichte. Und Fabian Ost meinte am Schluss: „Sie sind alle begeistert, das motiviert uns, weiterzumachen.“Bis Ende des Jahres können neue Anträge auf Förderung gestellt werden. Dank galt den Sponsoren, denn nur mit dem alljährlich stattfindenden Aalkönigsfest und der Unterstützung durch Spenden an den Aalkönig-Verein sei die Unterstützung der Projekte möglich.

 

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 14.12.2019

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