Kulturverein Bürgerhaus Aegidienberg

Administrator (admin) on 06.10.2020

Für seine hervorragende Arbeit erhielt der Kulturverein Bürgerhaus Aegidienberg-Bad Honnef den ersten Platz beim Heimatpreis-Wettbewerb.

AEGIDIENBERG. Für seine hervorragende Arbeit erhielt der Kulturverein Bürgerhaus Aegidienberg-Bad Honnef den ersten Platz beim Heimatpreis-Wettbewerb. Dabei hatte er sich gar nicht um eine Auszeichnung beworben. Die Stadt hatte diesen Verein, der Eigentümer und Träger des Bürgerhauses am Aegidiusplatz ist, vorgeschlagen. „Umso größer die Freude, als ich den Anruf erhielt“, sagte Guido Wilhelmy auf der Jahreshauptversammlung. „Das ist eine schöne Anerkennung unserer Arbeit.“ Und darüber hinaus mit einem Preisgeld von 2000 Euro vom Land NRW verbunden.

Allerdings war die Versammlung Wilhelmys letzte Amtshandlung. Wie andere Vorstandsmitglieder auch hatte er aus persönlichen Gründen den Abschied aus dem Leitungsgremium angekündigt. Als Nachfolger wurde Udo Krewinkel für die kommenden drei Jahre gewählt. Zweiter Vorsitzender ist nun Hubert Jänsch  – der frühere Prinz konnte wie weitere sechs Aegidienberger in diesem Jahr als neues Mitglied geworben werden, sodass der Kulturverein nun 117 Mitglieder hat.

Neu im Verein und sogleich neu im Vorstand sind auch Geschäftsführer Andreas Sienen-Ludwig , Schatzmeisterin Marion Gaertner , die Ulli Wilhelmy beerbte, und Pressesprecher Moritz Jänsch-Lohmar , dessen Amt Thomas K. Scheibe innehatte. Als Beisitzer agieren Michael Ladwig , Andreas Giese , der bisherige zweite Vorsitzende, sowie Monika Beckmann , die zuletzt als Geschäftsführerin tätig war und in der Rolle der Beisitzerin sich auch noch um einige ins Rollen gebrachte Punkte kümmern möchte.

So muss der Ende 2021 auslaufende Erbpachtvertrag mit der Stadt, zu dem es bereits eine formelle Zusage gibt, noch fertig verhandelt werden. Auch der Vertrag zum Betriebskostenzuschuss bedarf aus finanztechnischen Gründen einer Überarbeitung. Der Vorstand bemühte sich bereits seit drei Jahren um eine Lösung. Aus dem Bericht des scheidenden Vorsitzenden ging hervor, wie intensiv sich der Vorstand um die Pflege des Gebäudes bemühte. Fußboden und Heizung wurden saniert. Aus Brandschutzgründen war unter der Empore ein neuer Vorhang fällig. Der Notausgang von der Empore wurde ebenfalls erneuert.

Nach dem Stromkasten vor dem Bürgerhaus hatte Künstler Eugen Schramm die Wand des Eingangsbereichs gestaltet. Und während Corona, als auch im Bürgersaal keine Veranstaltungen stattfinden durften, erfolgte eine Grundreinigung von Räumen, Tischen und Stühlen. Der alte Vorstand hatte auch eine neue Musik- und Lichttechnik ins Auge gefasst und dazu einen Antrag auf Förderung bei der Bezirksregierung gestellt. Das gilt auch für die Dachsanierung, nachdem Wasserschäden festgestellt wurden. Wilhelmy: „Wir hoffen auf Zusagen.“

Durch den corona-bedingten Ausfall von Einnahmen fehlen dem Kulturverein Einnahmen. „Das hat uns in diesem Jahr zugesetzt, aber wir erhielten Unterstützung vom Land“, sagte Wilhelmy. 2019 war der Bürgersaal 47 Mal vermietet worden, in 15 Fällen handelte es sich um Vereinsveranstaltungen, 25 Mal nutzten Privatleute die Räumlichkeiten. Und selbst die Geburt eines neuen Aegidienberger Erdenbürgers wurde mit 140 Personen im Bürgerhaus groß gefeiert. Das Rote Kreuz führt dort viermal jährlich Blutspendeaktionen durch. Und die Termine für die nächsten beiden Jahre stehen schon.

Insofern konnte Schatzmeisterin Uli Wilhelmy einen positiven Finanzbericht vorlegen, mit schwarzen Zahlen. 808 Euro Gewinn konnte beim Weihnachtsmarkt 2019 erwirtschaftet werden. Geld, das Aegidienbergern zugute kommen soll. Einen Scheck über diese Summe nahm Gerhard Kunz von der Caritas während der Jahreshauptversammlung in Empfang. oro

 

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 06.10.2020

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