Landesgrenzen erfolgreich überwinden

Administrator (admin) on 06.09.2019

Die Feuerwehren aus Aegidienberg und Vettelschoß proben in ehemaliger Turnhalle gemeinsam den Ernstfall

Landesgrenzen erfolgreich überwinden

Die Feuerwehren aus Aegidienberg und Vettelschoß proben in ehemaliger Turnhalle gemeinsam den Ernstfall

 

Aegidienberg. Die Sirenen der Feuerwehrwagen heulen, eine Explosion ertönt im Inneren der ehemaligen Turnhalle in Aegidienberg, dichter Rauch hüllt das Gebäude ein. Die Freiwilligen Feuerwehren von Aegidienberg und Vettelschoß haben bei einer gemeinsamen Übung den Ernstfall geprobt. „Es ging primär darum, das gemeinsame Arbeiten zu üben“, sagt Andreas Buslei, Pressewart der Vettelschoßer Wehr.

Die Besonderheit sei, dass zwei Feuerwehren aus unterschiedlichen Bundesländern im Einsatz sind. „Das ist nicht alltäglich“, sagt Buslei. Denn die Feuerwehr liege in der Hoheit der Bundesländer, sie seien aus diesem Grund anders aufgebaut. Zudem gebe es technische Hürden, beispielsweise durch unterschiedliche Funkgerätetechniken, zu überwinden. Buslei: „Die Techniken korrespondieren nicht miteinander.“ Im Ernstfall müssen die Wehren jedoch reibungslos zusammen Hilfe leisten können; zu gemeinsamen Einsätzen komme es immer wieder. „Die Bereiche überschneiden sich“, sagt Buslei.

Seit mehreren Jahren führen sie solche Übungen durch. In diesem Jahr lag die Planung bei den Kameraden in Aegidienberg. Zusammen mit Pyrotechnikern simulierten sie in dem Gebäude, das derzeit abgerissen wird, den Brand in einer Lagerhalle, inklusive einer Verpuffung samt Explosion. „Das Szenario an sich wussten nur drei Leute, für alle anderen war es eine unbekannte Lage“, erklärt Buslei.

Rund 40 Wehrleute waren dabei. Da viele Kameraden direkt von der Arbeit zur Übung kamen, hatte die Löschgruppe Aegidienberg zur Verpflegung ihre mobile Grillstation bereitgestellt. „Alles in allem war es eine lehrreiche und spannende Übung, die den Einsaatzkräften auch körperlich einiges abverlangte“, sagt Buslei. Die Feuerwehren vereinbarten, die gemeinsame Arbeit noch weiter auszubauen – damit im Ernstfall alles reibungslos funktioniert. htl

 

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 06.09.2019

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