Staupe-Fälle in Wäldern der Region: Schutz für Hunde empfohlen

Administrator (admin) on 20.09.2022

In den Freiflächen rund um Rederscheid südlich des Stadtbezirks Aegidienberg sind in den vergangenen Wochen mehrere tote Füchse gefunden worden.

Staupe-Fälle in Wäldern der Region: Schutz für Hunde empfohlen

Bad Honnef. In den Freiflächen rund um Rederscheid südlich des Stadtbezirks Aegidienberg sind in den vergangenen Wochen mehrere tote Füchse gefunden worden. Eine Untersuchung der Kadaver hat ergeben, dass die Tiere am Staupe-Virus verendet sind.

 

Bereits im April 2022 hatte das zuständige Landesuntersuchungsamt des Landes Rheinland-Pfalz Staupe-Fälle bei Wildtieren gemeldet und von Nachweisen unter anderem im Landkreis Altenkirchen berichtet. Staupe ist eine Viruserkrankung, die von Wildtieren auch auf Hunde und Hauskatzen übertragen werden kann. Sie zählt nach Auskunft des rheinland-pfälzischen Landesuntersuchungsamtes zu den bedeutendsten Infektionskrankheiten bei Raubtieren wie Hund, Fuchs, Dachs, Marder oder Waschbär und breitet sich bei Wildtieren in Deutschland seit einigen Jahren weiter aus. „Für Menschen ist das Virus ungefährlich, für Hunde kann es aber tödlich sein“, hat das Landesuntersuchungsamt im April mitgeteilt und empfohlen: „Vor allem jagdlich geführte Hunde sollten deshalb unbedingt durch eine Impfung geschützt werden.“

 

Das Virus wird sowohl durch direkten Kontakt zwischen Tieren als auch durch Kontaminationen an Speichel, Kot oder Nahrung übertragen. Eine Infektion bei Haushunden äußert sich in der Regel mit schleimigem, eitrigem Ausfluss aus Nase und Augen des Hundes, Husten, Fieber, Erbrechen, Durchfall und starkem Gewichtsverlust. Zum Teil treten auch Bewegungsstörungen und starke Abgeschlagenheit auf. Für manche Haushunde endet die Infektion tödlich. In der Tiermedizin wird eine Schutzimpfung gegen das Staupe-Virus angeboten.

 

Es wird zudem empfohlen, Hunde an der Leine zu führen und die öffentlichen Wege nicht zu verlassen. Kadaver von Wildtieren sollten zum Schutz vor Infektionskrankheiten grundsätzlich nicht berührt und ein gebührender Abstand eingehalten werden. Die Stadt Bad Honnef steht mit Jagdpächtern im Stadtwald und angrenzenden Waldgebieten in ständigem Austausch. Sollten Sparziergänger oder Hundehalter einen verendeten Fuchs entdecken, ist das Ordnungsamt der Stadt Bad Honnef unter Telefon 02224 / 184-0 zu informieren.

 

Weitere Auskünfte erteilt Georg Pieper, Förster der Stadt Bad Honnef, unter Telefon 02224 / 184-184 oder E-Mail an georg(dot)pieper(at)bad-honnef(dot)de .

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