Tanzkostüme, Trikots und ein Rennboot

Administrator (admin) on 06.06.2019

Stadtsparkasse verteilt 41 000 Euro aus dem PS-Zweckertrag an 29 engagierte Vereine aus Bad Honnef

Tanzkostüme, Trikots und ein Rennboot

Stadtsparkasse verteilt 41 000 Euro aus dem PS-Zweckertrag an 29 engagierte Vereine aus Bad Honnef

 

Von Roswitha Oschmann

BAD HONNEF. Roboter in der Stadtsparkasse. Dann gleiten, wie von Geisterhand gesteuert, Lego-Bauteile durch den Saal, wo sich Vertreter von 29 gemeinnützigen Institutionen und Vereinen versammelt haben, um von Dorit Schlüter, Vorsitzende des Vorstands der Stadtsparkasse Bad Honnef, Spenden aus dem PS-Zweckertrag in Höhe von insgesamt fast 41 000 Euro entgegenzunehmen.

Vielleicht werden irgendwann Blechfiguren auch solche Aufgaben übernehmen, jetzt indes präsentierte die Gesamt- und Realschule Sankt Josef die Lego-Roboter, um zu zeigen, was mit Unterstützung auch der Sparkasse im Unterricht entstanden ist – die Schule hat nämlich technisch unter dem Motto „Sankt Josef goes digital“ aufgerüstet. Schulleiter Stefan Rost, Projektkoordinator Daniel Trojansky und Fördervereinsvorsitzender Thomas Hoffmann zeigten stolz die Werke ihrer Schüler und sorgten im Publikum für Staunen.   

Die Empfänger dankten herzlich für die Unterstützung, auch für die stete Hilfe in den vergangenen Jahren. Schlüter versicherte, dass die Vereine auch künftig Mittel aus dem PS-Ertrag erhalten, dann von der Kreissparkasse Köln, mit der die bisher eigenständige Honnefer Stadtsparkasse fusioniert. Als der Chef der Rhöndorfer Ziepches Jecke, Daniel Grewe, mit Tänzerin Celine nach vorn trat, schwang aber auch etwas Wehmut mit: Nicht nur neue Kostüme waren mit den 3000 Euro aus dem PS-Zweckertrag finanziert worden, sondern auch der Sessions-Orden.Auf diesem stand auch eine Hinweis auf „122 Jahre“ Stadtsparkasse. Grewe: „Da steht zum letzten Mal ,Stadtsparkasse Bad Honnef‘ drauf!“

Der Hockey-Club Bad Honnef konnte sich ebenso über eine Finanzspritze zu den neuen Trikots freuen, wie der Chef der Selhofer Karnevalisten Stefan Meyer, konnten doch für die neue Schellebömsche-Gruppe auch neue Kostüme angeschafft werden. Das Geld von der Sparkasse half. „Bei uns tanzen jetzt 100 Kinder“, so Meyer stolz.

Alle Empfänger waren sich einig: ohne diese finanzielle Hilfe wären viele Dinge nicht zu leisten. Ein neues Zelt für den Einsatzdienst konnte sich die DLRG besorgen. Der MGV Liederkranz Aegidienberg wird mit dem Geld ihren Flügel zum Klingen bringen, der Stadtjugendring hat nun zusätzlich genau 1 547,05 Euro für die nächste Feriennaherholung zur Verfügung. Im Kindergarten „Die Nachtigall“ steht ein Zirkuswagen aus Holz auf dem Außengelände, der von den „Artisten und Clowns“ des Kindergartens eifrig genutzt wird.

Noch auf der Werft befindet sich der neue Doppelvierer des Wassersportvereins, der stolze 5000 Euro für den Zweck erhielt. Und WSVH-Vize Sebastian Wolff lud gleich alle zum Anfänger-Ruderkursus Mitte Juli ein. Neue Regenjacken schafft der Spielmannszug der KG Klääv Botz an. „Wir haben knapp 20 Aktive und zehn Jugendliche in der Ausbildung“, sagte Heinz Kälber. Und der Spielmannszug des TV Eiche kann sich eine neue Lyra zulegen.

Der Rommersdorf-Bondorfer Bürgerverein, der Heimat- und Geschichtsverein Herrschaft Löwenburg, der Leichtathletikverein, der Honnefer Fußballverein, Frauen für Frauen, der Bürger- und Ortsverein Rhöndorf, die Jugendherberge, die Selhofer Hubertus-Schützen, der Sportverband Bad Honnef, die Wurzelkinder, der Förderverein der Löwenburgschule, Folk im Feuerschlösschen und die Tischtennisfreunde erhielten ebenfalls Mittel aus dem PS-Sparen.

Schlüter betonte: „Bad Honnef zeichnet sich durch eine große Vereinsvielfalt aus, die größtenteils bereits eine lange Tradition aufweisen. Das Vereinsleben prägt nachhaltig die Lebensqualität unserer Stadt.“ Diesen ehrenamtlichen Einsatz und die Vielfalt gelte es zu fördern. Das PS-Sparen ist eine Kombination aus Gewinnspiel und Geldanlage, bei dem Gewinnsummen bis zu 250 000 Euro monatlich ausgeschüttet werden, gleichzeitig aber auch soziale Einrichtungen und Vereine vom Überschuss profitieren.

 

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 06.06.2019

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