Brezeln für die besten Schützen

Administrator (admin) on 02.01.2020

Mit dem traditionellen Neujahrsschießen startet der Sankt Hubertus-Schützenverein Aegidienberg in sein Jubiläumsjahr

Brezeln für die besten Schützen

Mit dem traditionellen Neujahrsschießen startet der Sankt Hubertus-Schützenverein Aegidienberg in sein Jubiläumsjahr

 

AEGIDIENBERG. Brezelschießen am Neujahrstag – das ist Tradition beim Sankt Hubertus-Schützenverein Aegidienberg von 1920. Aber diesmal hatte es bereits um Mitternacht auf der Anlage gekracht. Die Schützen starteten nämlich mit einer Silvesterparty in ihr Jubiläumsjahr und schossen auch einige Raketen in den Nachthimmel ab. Zum Hundertjährigen ist eben 2020 besonders viel los.
„Wir hatten eine tolle Stimmung, jeder brachte etwas fürs Büfett mit. Mitternacht haben wir den Blick auf Aegidienberg mit dem Feuerwerk genossen. Ich freue mich auf dieses Jahr, auch wenn es mit viel Arbeit verbunden ist“, sagte Präsident Hans Peter Efferoth. Eine Woche vor dem Schützenfest am dritten Sonntag im Juni findet ein Festkommers statt. Und beim Schützenfest darf jeder auf den Königsvogel zielen, die zehnjährige Sperre für den König wird wegen des Jubiläums aufgehoben.Das Neujahrsschießen bot Gelegenheit zum Üben. Erster auf der Anlage war der 81-jährige Hubert Schmidt, der Platzwart, der nach Franz-Josef Buchholz und Achim Keil die ersten Schüsse abgab und 39 Ringe erzielte.„In drei Kategorien wird geschossen: Aktive, Freunde und Förderer sowie Jugendliche gehen an den Start und werden getrennt bewertet“, erklärte Sportwart Gottfried Stens. Früher musste Buchholz jede einzelne Schießscheibe in die Hand nehmen, um sie auszuwerten. Heute geht alles mit der elektronischen Trefferwertung. Im Aufenthaltsraum erfolgte die Anmeldung am PC, am Schießstand konnten die Teilnehmer zunächst ihre drei Probeschüsse abgeben und dann ihre fünf Wertungsschüsse, die Erwachsenen mit Kleinkaliber, die Jugendlichen mit Luftgewehr.Auch Mitglieder der ersten Mannschaft, die in der Landesoberliga im Luftgewehr freihand antritt, waren gekommen. Helga Gödderz hatte 2018 den Königsvogel von der Stange geholt. „Aber heute bin ich sehr unzufrieden“, meinte die Schützenfrau. „Ich habe das Neujahrsschießen bereits einmal gewonnen. Aber das war wohl aus Versehen“, ulkte Werner Seifert. Mit seiner Frau Edeltraud stand er im familiären Wettbewerb.„Ich bin gespannt“, sagte Edeltraud Seifert, die 40 Ringe geschafft hatte. Ihr Mann zog nach: Auch er erreichte die 40 Ringe, und noch eine 40 hatte diesmal Bedeutung. Seit 1979 ist Werner Seifert Mitglied im Verein. „Danach war ich gleich beim Neujahrsschießen“, erinnerte er sich. „Dann ist das ja mein 40. Neujahrsbrezelschießen.“Und während die Schützen sich gegenseitig alles Gute fürs neue Jahr wünschten und um möglichst viele Ringe kämpften, standen Bäckermeister Thomas Oelpenich und seine Frau Susanne zunächst noch in der Backstube, um für ihre Vereinsfreunde die Brezel zu backen. Denn: Jeder Teilnehmer erhielt eine duftende Brezel.Die drei Erstplatzierten sogar jeweils eine mit der Ziffer 1, 2 oder 3. Bei den Mitgliedern siegte Dieter Kyek vor Irene Schröer und Hans Peter Efferoth, bei den Freunden und Förderern gewann Norbert Hoß vor Rico Ewenz und Ursula Römerscheidt. Bei den Jugendlichen gingen die Ziffern-Brezel an Juliane Wolke Tillmann, Florian Nießen und Marvin Donner.Insgesamt 51 Teilnehmer nahmen eine Brezel von Sportwart Gottfried Stens in Empfang. Und das Bäckerehepaar Oelpenich auch, denn auch die beiden schafften es noch, nach der Backstube an den Schießstand zu treten. ⇥oro

 

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 02.01.2020

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