L 331 für zwei Tage gesperrt

Administrator (admin) on 27.02.2020

Bis zu 400 Bäume werden am Wochenende an der Ferdinand-Mülhens-Straße gefällt. Umleitungen für Autofahrer

L 331 für zwei Tage gesperrt

Bis zu 400 Bäume werden am Wochenende an der Ferdinand-Mülhens-Straße gefällt. Umleitungen für Autofahrer

 

Von Heike Hamann
Siebengebirge. Für die Autofahrer im Siebengebirge dürfte das kommende Wochenende zu einer Geduldsprobe werden. Wie das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft mitteilt, wird die Ferdinand-Mülhens-Straße (L 331), eine der Hauptverbindungsachsen zwischen dem Königswinterer Tal und der Margarethenhöhe, am Samstag und Sonntag, 29. Februar und 1. März, für den Verkehr gesperrt. Die Sperrung wird am Samstag um 7 Uhr eingerichtet und dauert bis Sonntag, 20 Uhr. Grund sind dringend erforderliche Baumfällungen. Der Verkehr wird an beiden Tagen großräumig umgeleitet, einzig der öffentliche Linienbusverkehr kann die Baustelle passieren.
Die beiden Dürresommer der Jahre 2018 und 2019 hatten nicht nur erhebliche Auswirkungen auf den Fichtenbestand in den Wäldern – Stichwort Borkenkäfer. Der Baumbestand allgemein leide unter den Folgen von Trockenstress, so das Regionalforstamt in einer Mitteilung. Bis heute wirke sich der Wassermangel in die tiefen Bodenschichten aus. Der zunehmende Trockenstress erhöhe die Anfälligkeit der Bäume gegenüber Schädlingen und Sturmereignissen, wie erst jüngst den beiden Sturmtiefs „Sabine“ und „Yulia“, die in der Region etliche umgestürzte Bäume zur Folge hatten.Von den Dürrefolgen sind auch die Bäume entlang der L 331 betroffen. Die Fällungen seien dringend erforderlich, um die Sicherheit der Straße vor herabstürzenden Ästen oder umstürzenden Bäumen zu gewährleisten, so das Regionalforstamt.Revierförster Marc Redemann, in dessen Zuständigkeit die Waldflächen des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge (VVS) fallen, hat Ende des vergangenen Jahres den Zustand der Bäume kontrolliert. „Auf diesem Areal wachsen unter anderem zahlreiche Eschen“, erklärt er. „Der Großteil leidet am sogenannten Eschentriebsterben, einer Pilzerkrankung, und muss entfernt werden.“ Überdies seien viele Buchenkronen ausgetrocknet. „Damit sind diese Bäume auf Dauer nicht mehr standsicher.“Sie werden ebenso entfernt wie überaltete, kranke oder faule Bäume, die sich etwa stark in Richtung Straße neigen. Insgesamt, so schätzt der Förster, müssten an den beiden Tagen bis zu 400 Bäume gefällt werden. „Allerdings hat es in den vergangenen rund zehn Jahren auch keine größeren Fällungen auf dieser Fläche gegeben“, sagt er. „Nur vereinzelt wurden Bäume entnommen, die umzustürzen drohten. Da kommt jetzt einiges zusammen.“Die Baumfällungen, eine gemeinsame Aktion des Landesbetriebs Straßen NRW, des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge, des Forstbetriebs Wintermühlenhof und des Regionalforstamts, starten am Samstag um 7 Uhr. Durchgeführt werden sie laut Redemann von Mitarbeitern einer Fachfirma aus Engelskirchen, die mit eigens geschulten Kletterern und Spezial­fahrzeugen wie etwa einem Fällbagger nach Königswinter kommen.Redemann hofft, dass alle Arbeiten bis Sonntagabend erledigt sind. Während die Fällungen theoretisch auch bei Schnee oder Eis durchgeführt werden könnten, sei vor allem Starkwind oder auch Sturm ein Problem. Im schlimmsten Fall müssten dann die Arbeiten an einem anderen Termin fortgeführt werden.Um die wichtige Verkehrsverbindung zwischen Tal und der Berg nicht während des Berufsverkehrs zu sperren, sei die Aktion auf das kommende Wochenende gelegt worden. Bis Sonntag, 1. März, 20 Uhr, soll die Landesstraße 331 für den Verkehr gesperrt bleiben. Autofahrer werden dann großräumig über Heisterbacherrott in Richtung Norden umgeleitet. In Richtung Süden führt die Umleitung über Aegidienberg und das Schmelztal. Die Umleitungsstrecken sind ausgeschildert. Laut Redemann werden an beiden Seiten der Absperrung Mitarbeiter kontrollieren, dass keine Autos die Landesstraße passieren. Ausgenommen von der Sperrung sind Busse, teilt das Regionalforstamt mit: Die öffentlichen Linienbusse können die Strecke an beiden Tagen befahren.

Tempo 30
Engpass auf der Margarethenhöhe
Der Landesbetrieb Straßen NRW überprüft am
Dienstag, 3. März , die Felsvernetzung auf der Margarethenhöhe. Nach einem Steinschlag wird der Felshang seit vergangenem September wie berichtet mit einem Netz aus Stahldrahtgeflecht gesichert. Experten überprüfen die Konstruktion in der Zeit zwischen
9.15 und vo­raussichtlich 14.30 Uhr. Aus Sicherheitsgründen gilt in dieser Zeit eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. ga

 

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 27.02.2020

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